AMSEL 44

FREIRAUM FÜR PROJEKTE,
KAMPAGNEN & AKTIONEN

Amselweg 44 | 38446 Wolfsburg

Die Amsel44 fliegt los!

Aber wir bleiben auf dem Boden. Denn: Es braucht eine echte Verkehrswende. Nicht nur im Flug- und Schiffsverkehr, sondern vor allem auf den Straßen. In Wolfsburg und weltweit. Wir möchten, dass das Recht auf Mobilität nicht mit dem Recht auf Auto und Führerschein verwechselt wird. Denn der öffentliche Raum gehört uns allen. Wir holen uns sie wieder zurück und gestalten die notwendige sozial-ökologische Transformation zwischen Utopie und Widerstand. Die Amsel44 mag mit allen Akteur*innen Konzepte für eine zukunftsfähige Mobilität entwickeln und erproben. Außerdem werden Problemfelder unserer aktuellen Verkehrslage benannt und versucht diese durch unterschiedliche kreative Aktionen und Projekte sichtbar zu machen, um diese gemeinsam zu beheben.

Die fünf Säulen der Verkehrswende

  • KURZE WEGE, denn es geht als erstes darum den Verkehr zu reduzieren  
  • ATTRAKTIVE FUSSGÄNGER*INNENZONEN, um mehr Begegnung auf unkommerziellen Bereichen zu ermöglichen
  • FAHRRADSTRASSEN, damit der Radverkehr sicher und entspannt rollt  
  • KOSTENLOSER UND BESSER AUSGEBAUTER ÖPNV, denn nur der Nulltarif ist sozial gerecht und ökologisch sinnvoll
  • AUTOFREIE ZONEN, um die Nutzung des Autos unattraktiver zu machen

Mit dieser Art der VerkehrsWende wird uns nichts genommen, sondern sehr viel gegeben. Frei nach Pippi Langstrumpf: Machen wir uns die Welt, wie sie uns gefällt.

Warum überhaupt Verkehrswende?         

Es gibt aktuell rund 49 Millionen zugelassene Autos in Deutschland. 23 Stunden am Tag stehen diese durch-schnittlich still und nehmen Platz in Anspruch, der deutlich sinnvoller als Wohnraum oder Grünflächen gestaltet werden sollte. Wenn diese Autos sich dann rund eine Stunde am Tag bewegen, sitzen nur 1,3 Menschen drin. Diese Mobilität ist gefährlich, ressourcen-verschwendend und ungerecht. Sie ist sozial und ökologisch nicht sinnvoll und wird sich ändern.
 
Die Waldbesetzung und Proteste in und um den Dannenröder Wald haben die Diskussionen über die Verkehrs- und Mobilitätswende zugespitzt. Doch nach der Räumung und Rodung in Mittelhessen kann von Ruhe keine Rede sein: Aus der Bewegung entstehen zurzeit viele neue Ideen, wie der Kampf um eine klima-, umwelt- und menschenfreundliche Fortbewegung weitergeführt werden kann. Überall planen Menschen neue Besetzungen, Protestaktionen gegen die Werbeshows der Autokonzerne und konkrete Alternativen vor Ort.

 

Warum die Amsel44 in Wolfsburg?

Hier gibt es viel zu tun, denn hier ist das Zentrum der Automobilindustrie und damit alles aufs Auto ausgerichtet. Konkret gibt es vier Ansatzpunkte, wo Du Dich mit einbringen kannst:

  • KEINE A39: In Zeiten der Klimakatastrophe und der Frage nach Klimagerechtigkeit können wir uns keine weiteren Autobahnen leisten.
  • KEIN TRINITY-WERK: E-Autos sind eine Scheinlösung, weil nur der Antrieb gewechselt wird. Deswegen: Keine neue Autofabrik – weder bei Warmenau noch anderswo! Transformation statt Neubauten!
  • KONVERSION VON VW: VW steht heute noch für VolksWagen. Bald schon kann es aber VerkehrsWende heißen und statt Autos die dringend benötigten Züge und Straßenbahnen bauen.
  • VERKEHRSWENDE LOKAL: Wolfsburg wird dabei Zentrum der VerkehrsWende und setzt einen umfassenden Verkehrswendeplan um, der von unten anhand der 5 Säulen gestaltet wird.

Warum braucht es die Amsel44?

Im Moment glauben wir, dass wir der Rettung der Welt ein großes Stück näherkommen, wenn wir unsere Autos in Zukunft anstatt mit Diesel oder Benzin einfach mit Strom und E-Fuels fahren. Das ist ein typischer Fall der Bekämpfung eines einzelnen Symptoms, hier des CO2 im motorisierten Individualverkehr – aber ohne das ganze Bild zu sehen. Schauen wir das an, wird klar, dass wir eine Mobilitätswende brauchen. Wir dürfen nicht nur auf die Emissionen der Autos schauen, sondern müssen den Ressourcenverbrauch und die Flächenkonkurrenzen sehen, die eine große und weiterwachsende Flotte an Autos auf den Straßen mit sich bringen. Das gehört zu einer ehrlichen Bilanz dazu.

Maja Göpel
Politökonomin, Transformationsforscherin & Nachhaltigkeitsexpertin

Die Verkehrswende ist seit seiner Gründung oberstes Ziel des VCD. Unsere Klimaziele für den Verkehrsbereich schaffen wir nur, wenn wir Mobilität ökologisch und sozial gerecht gestalten. Dieser Herausforderung stellen wir uns mit dem Bündnis Sozialverträgliche Mobilitätswende. Wenn Menschen aller Alters- und Einkommensgruppen besser und barrierefrei an Bahn, Bus, Fuß- und Fahrradinfrastruktur angebunden sind, profitieren davon am Ende alle. Nachhaltige Mobilität ermöglicht gesellschaftliche Teilhabe, schont Klima und Umwelt und schafft neue, zukunftsfähige Jobs in der Mobilitätswirtschaft. Deshalb ist die Verkehrswende sozial.

Kerstin Haarmann
Bundesvorsitzende des ökologischen Verkehrsclub VCD

Das Auto ist eine vorübergehende Erscheinung.

Friedrich Wilhelm Viktor Albert von Preußen
Verkehrswende-Visionär

Seit vielen Jahren engagieren sich die evangelischen Landeskirchen und die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) für Klimagerechtigkeit und nachhaltige Entwicklung. […] Die EKD hat in vielen Synodenbeschlüssen und in Grundsatztexten die globalen Klimaziele und die Ziele für nachhaltige Entwicklung positiv gewürdigt und festgehalten, dass die EKD selbst aktiv mit ihren Möglichkeiten dazu beitragen will, dass diese Ziele erreicht werden. Die Verkehrswende in Deutschland ist ein wichtiger Baustein auf dem Weg zur Umsetzung dieser Ziele.

Dr. Ruth Gütter
Evangelische Kirche in Deutschland

Die Verkehrswende wird unsere Städte und Dörfer verändern. Als Sozialverband VdK wollen wir diesen Wandel aktiv mitgestalten und uns für mehr Teilhabe und Gerechtigkeit stark machen. Barrierefreie Bahnhöfe, mehr Platz für Rollatoren und Kinderwägen auf den Gehwegen oder vielfältige Sharing-Angebote auch auf dem Land: Eine soziale Mobilitätswende muss gesellschaftliche Teilhabe für alle ermöglichen.

Verena Bentele
Präsidentin Sozialverband VDK Deutschland

Ebenso wie die Autozentrierung in Deutschland und weltweit ein historischer Prozess ist, ist auch ein Prozess zu ihrer Überwindung möglich. Diesen Prozess kann man Verkehrswende nennen. In Zeiten von Klimakatastrophe, Artensterben, Ressourcenkrise usw. ist diese dringend geboten, denn es gibt viel zu verlieren. Aber es gibt auch viel zu gewinnen: menschengerechtere Städte und Dörfer, sauberere Luft, einen sichereren Straßenverkehr, eine bessere und soidarischere globale Gesellschaft. Die Verkehrswende ist überall erforderlich – gerade auch in der bisherigen „Autostadt“ Wolfsburg. Gerade hier kann und sollte ein Beispiel für gelingende Transformation entstehen.

Jonas Korn
I.L.A. Kollektiv

Das Klima zu schützen und den sozialen Zusammenhalt unserer Demokratie zu erhalten, sind die großen Aufgaben unserer Zeit. Um unsere Klimaziele zu erreichen, werden einschneidende Veränderungen notwendig. Sie bergen die Chance für einen nachhaltigen Umbau unserer Gesellschaft. Dafür müssen wir die Umwelt, die Verkehrsteilnehmer*innenInnen und auch die Beschäftigten im Mobilitätssektor gleichzeitig im Blick behalten.

Antje von Broock
Geschäftsführerin Politik und Kommunikation des BUND

Die Transformation unseres Mobilitätssystems muss untrennbar mit sozialer Sicherheit und guter Arbeit verknüpft werden: Mitbestimmt, tariflich bezahlt und sozial abgesichert. Die Bundesregierung muss endlich damit beginnen, den Strukturwandel in der Mobilitätswirtschaft aktiv zu gestalten. Dazu gehören eine regionale Strukturpolitik, eine aktive Industriepolitik, Weiterbildungsinitiativen und eine Qualifizierungspolitik, die den Strukturwandel entschlossen gestaltet. Dort, wo Arbeitsplätze verloren gehen, muss es neue Perspektiven für die Beschäftigten geben: im Fahrzeugbau, bei der Bahn, im Öffentlichen Nahverkehr, in den Planungsverwaltungen oder in der Softwareentwicklung. Dabei geht es auch um gleichwertige Lebensverhältnisse: Viele ländliche Räume sind inzwischen vom öffentlichen Verkehr abgekoppelt. Der ÖPNV ist das Rückgrat einer Mobilitätswende für alle.

Stefan Körzell
DGB-Bundesvorstandsmitglied

Deutschlands Automobilindustrie zittere! – nicht wegen Tesla, nein, Amsel44 is here to destroy you for good. Amsels strategischen Angriffspläne übertreffen die der kühnsten Manager, ihre intellektuellen Reißzähne Zermalmen jedes spröde Gewerkschaftsargument, ihre Mitglieder sprühen ihr ökologisches Gift bis Wolfsburg zu einem Rudel winselnder Dackel degeneriert (Nichts gegen Dackel, Dackel sind cool.) Amsel44 ist der Name einer Zeitenwende, die ihres Titels wert ist.

Jean Peters
Das Peng! Kollektiv

Kaum eine Stadt steht so sehr für die deutsche Automobilindustrie wie Wolfsburg – die Stadt, die 1938 von Nazis gegründet wurde, allein um Autos zu produzieren. Bis heute ist sie ein Brennpunkt des fossilen Kapitalismus. Umso wichtiger, dass hier die Amsel44 entsteht! Damit aus Volkswagen Verkehrswende wird.

Sina Reisch
Ende Gelände

Ein Verkehrswendezentrum, mitten in der Hochburg der Autowelt Wolfburg – was könnte passender sein als das. Die Amsel44 darf dem Autokonzern VW Konkurrenz machen – und zwar mit Werten, die für die Zukunft stehen: Klimaschutz, Progressivität und die Transformation des Verkehrs. Die Zeit der Autoabhängigkeit ist vorbei.

Clara Thompson
Wald statt Asphalt Bündnis

Wolfsburg liegt am einen Ende der geplanten A39, Lüneburg am anderen. Gemeinsam werden wir dieses Projekt der Landschaftszerstörung, Klimazerstörung und Ressourcenverschwendung beenden, bevor die Baumaschinen anrücken. Die Zeit der Autobahnen und des motorisierten Individualverkehrs ist vorbei – es ist Zeit für eine Verkehrswende in Richtung von Rad- und Fußverkehr sowie gut ausgebautem und barrierefreiem öffentlichen Verkehr.

Theresa Berghof
KlimaKollektiv Lüneburg

Herzlich Willkommen in Wolfsburg. Ich freu mich, dass mit AMSEL 44 ein neuer „FREIRAUM FÜR PROJEKTE, KAMPAGNEN & AKTIONEN“ in Wolfsburg entstanden ist. Gerade die bekundete Absicht, für eine „echte Verkehrswende“ aktiv zu werden, trifft sich wunderbar mit dem Aktionsschwerpunkt der Wolfsburger Attac-Gruppe „einfach umsteigen. Klimagerechte Mobilität für alle!“ Wir Wolfsburger Attacies wünschen AMSEL 44 viel Erfolg und hoffen auf eine vielfältige und ideenreiche Aktionszusammenarbeit.

Alfred Hartung
Sprecher der Attac-Gruppe Wolfsburg

Stay tuned for some rebellion in Wolfsburg. Und merkt euch #Amsel44 – ich durfte einen ersten Blick wagen und bin auf jeden Fall sofort vor Ort nach meinen zwei Monaten „on the train for #Autokorrektur“!

Katja Diehl
Bestseller-Autorin, Moderatorin & Beraterin

Wie kann ich beitragen?

  • Mitmachen: Wir alle haben unterschiedliche Talente und Fähigkeiten. Bring sie gerne ein. Ob beim Filmen, Podcasten, kreativer Kampagnenentwicklung, Werkeln am Haus und vieles mehr.
  • Material: Wir sind immer auf der Suche nach Material. Hier kommst Du zur Wunschliste.
  • Spende: Die Refinanzierung der AMSEL44 für Strom, Heizung und Co kostet ein bisschen Geld. Wenn Du welches übrig hast, kannst Du gerne etwas rein geben.

Termine

 
30.09. 16.00 Uhr | Greenwashing von VW Aktivistin der Umweltgewerkschaft,
Mahnwache auf dem Trinity Gelände

 

 01.10. 18.00 Uhr | Lesung politischer Texte

Vencelremos, Mitarbeiter bei VW, Mahnwache auf dem Trinity Gelände 
 

03.10. 15.00 Uhr | Ökologische Führung über die geplante Trinity Fläche
Mahnwache auf dem Trinity Gelände

04.10. 15.00 Uhr |
Macht macht Umwelt kaputt – über den Zusammenhang zwischen Herrschaft und Umweltzerstörung

Mahnwache auf dem Trinity Gelände

 

05. Oktober 14.30 Uhr  |  Schnitzworkshop
Mahnwache auf dem Trinity Gelände

05. Oktober 16.00 Uhr  | Große Streitdiskussion:  Sinn und Unsinn der Elektroautos
(mitdiskutieren sollen alle, besonders eingeladen sind VW und das Autor*innenteam des Buches “Aktionsbuch Verkehrswende”)

Mahnwache auf dem Trinity Gelände

07. Oktober | Critical Mass
19 Uhr | Hauptbahnhof, Willy-Brandt-Platz

Bleib im Kontakt

  • Via Mail: Schreib einfach an post@amsel44.de
  • Via Signal: Komm in die Gruppe rein. Bald findest Du hier den Link.
  • Komm vorbei: Amselweg 44, 38446 Wolfsburg. Ob zu den Events (s. Termine) oder vor Ort. Hier stehen Dir und euch ein Kampagnenbüro, eine Kreativwerkstatt und vieles mehr zur Gestaltung von Projekten, Aktionen und Kampagnen rund um das Thema  Verkehrswende zur Verfügung.

Mailverteiler:
Verkehrswende in Wolfsburg und Umgebung

Die Amsel44 selbst ist nur ein Projekthaus und eine Aktionsplattform. Die tatsächlichen Aktionen, Kampagnen und Debatten gehen von verschiedenen Gruppen und Einzelpersonen oder im Besten Fall im guter Kooperation von möglichst vielen Verschiedenen aus.
Dies ist ein gruppenübergreifender Mailverteiler mit dem Ziel, sich auszutauschen, um eine Verkehrswende in und um Wolfsburg voranzutreiben.
Um dich einzutragen, schicke eine leere Mail an: wolfsburg-autofei-subscribe[at]lists.riseup.net Damit trägst du dich ein. Dann empfängst du alle Mails, die über den Verteiler gehen. Um nach der Eintragung Mails an den Verteiler zu schicken, schickst du Mails an wolfsburg-autofrei[at]lists.riseup.net
 
 
 

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